Mein Weg als Referentin bei praxisDienste

Fünf intensive Jahre, in der ich als Referentin für Aufstiegsfortbildungen im Bereich Dentalhygiene bei praxisDienste – Institut für Weiterbildunghttps://www.praxisdienste.de/ gearbeitet habe. Ich habe viel gelernt, mich weiterentwickelt – aber auch gemerkt, wie wichtig es ist, innezuhalten und sich selbst nicht zu verlieren.

Neben meiner Arbeit am Patienten hat mich das Unterrichten schon immer begeistert. Auch im Studium wusste ich: Ich möchte Referentin werden. Wissen weiterzugeben, Menschen auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten und sie für Prophylaxe zu begeistern – genau das erfüllt mich.

Der Weg dorthin war kein geradliniger – sondern einer, der Mut, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen gebraucht hat.

Bewerbungsprozess

Ich habe mich initiativ bei praxisDienste beworben. Ehrlich gesagt: Auf meine erste Bewerbung kam keine Antwort. Auch auf die zweite nicht. Erst nach dem dritten Schreiben bekam ich schließlich eine E-Mail mit Einladung zum Vorstellungsgespräch – im Nachhinein stellte sich heraus, dass meine vorherigen Nachrichten wohl einfach untergegangen waren.

Ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dranzubleiben.

Aufgrund meiner ZMP-Ausbildung in München über praxisDienste (Kursleitung Barbara Schwark) und mein Studium zur B.Sc. DH, Weiterbildungen die mir fachlich wie persönlich sehr viel mitgegeben hatten, konnte ich eine wichtige Referenz vorzeigen. Als Mentorin begleitete mich Barbara Schwark viele Jahre. Dafür bin ich sehr dankbar.

Fürs Vorstellungsgespräch wurde ich nach Heidelberg ins Büro eingeladen, um vor Ort einen Probevortrag zu halten. Natürlich war ich aufgeregt – aber durch mein Studium war ich gut vorbereitet. Präsentieren, strukturieren, Inhalte verständlich vermitteln – ich wusste schon damals: Das macht mir richtig Spaß. Es hat geklappt. Ich hatte den Vollzeit-Job! Kurz darauf fuhr ich zu einem Event von Ivoclar Vivadent und durfte auch dort einen Vortrag halten. Ich kann mich noch gut erinnern, hatte ich bei diesem Vortrag vor Unsicherheit meine Hände in der Hosentasche. Werner Birglechner (mein Chef) gab mir danach Feedback und so konnte ich im Vortragen wachsen, lernen und mich verbessern. Dankbar bin ich auch für diese Herausforderungen und Lernprozesse.

Das Klassenzimmer der DH-Aufstiegsfortbildung in Leipzig, 2023

Einarbeitung und Kursleitung

Die Arbeit als Referentin war von Anfang an großartig. Ich wurde mehrere Monate eingearbeitet und durfte relativ schnell Basiskurse über jeweils sieben Tage leiten. Das bedeutete:

verschiedene Städte, deutschlandweit und in Österreich, Hotelübernachtungen, Firmenwagen, neue Gruppen, neue Dynamiken – und vor allem viele motivierte Teilnehmerinnen. Noch heute erinnern sich Follower an Kurse mit mir als Kursleitung und Referentin.

Ich arbeitete intensiv an den Kursinhalten und musste mich ständig selbst weiterbilden. Das Schöne daran: Ich war immer up to date, fachlich sicher und nah an der aktuellen Wissenschaft.

Ein besonderes Highlight war für mich die jährliche Weiterbildung von ZMPs in München. In diesem Kurs begleitete ich die Teilnehmerinnen über sechs Monate – eine intensive, aber unglaublich bereichernde Zeit. Zu sehen, wie Menschen wachsen, sicherer werden und ihren beruflichen Weg gehen, ist unbezahlbar.

Zuletzt durfte ich 2022 einen DH-Kurs in Leipzig 12 Monate begleiten – ein weiterer Meilenstein, auf den ich sehr stolz bin.

Erfolge als Kursleitung erzielte ich nicht alleine sondern nur im Team. Hinter mir stand ein Team von DHs, mit denen ich intensive Zeit verbrachte in Planung, Austausch und vor Ort in den Kursen. Ich verbinde viele einzigartige Erinnerungen mit Kolleginnen die aus vollem Herzen Dentalhygiene lehren und lieben.

Jeder der auch Interesse hat das Team von praxisDienste als Referentin zu unterstützen, muss Dentalhygienikerin sein. Vielleicht probierst du, wie auch ich, eine Initiativ Bewerbung zu versenden *https://www.praxisdienste.de/ueber-uns/stellenangebote/

Die Zeit möchte ich nicht missen und ich bin sehr dankbar für diese lehrreiche und unterstützende Lebensphase.

Jubiläumsfeier praxisDienste auf Mallorca, 2020

Abschied 2023 – und der Sprung ins ungewisse neue Land

Der Abschied bei praxisDienste. Und auch wenn ich ihn selbst gewählt habe, war er alles andere als leicht.

Ich durfte die Jahre mit großartigen Menschen arbeiten, wurde gesehen, gehört, geschätzt – von Kolleginnen, Teilnehmerinnen, Industriepartnern und Vorgesetzten. Es war mehr als ein Job. Es war ein Teil meines Weges.

Doch auch wenn das neue greifbar war, blieb es ein Schritt ins Ungewisse. Ein anderes Land, ein anderer Alltag, neue Dynamiken – ich konnte nicht wissen, wie es sich anfühlen würde. Aber ich spürte: Es ist Zeit.

Abschied vom Team in Heidelberg, 2023

Aus einem tiefen Vertrauen heraus, dass mein Weg weitergeht verlies ich damals das Hauptbüro in Heidelberg. Ich wusste nicht genau, was mich in Zürich erwartet. Aber ich wusste, dass es richtig ist.

Mit diesem Gefühl ging ich.
Dankbar für alles, was war.
Offen für das, was kommt.



Kommentare

2 Antworten zu „Mein Weg als Referentin bei praxisDienste“

  1. Wow was für ein toller Beitrag und so schön zu lesen. Das ermutigt einen sehr

    1. Danke Michelle. Freut mich, wenn ich dich motivieren kann. Es macht total Freude Leute weiterzubilden und das Berufsbild in Deutschland damit zu stärken. Liebe Grüsse aus Zürich. Sabine

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